Gewandhausorchester Leipzig

Andris Nelsons, Christiane Karg
7.3.25

Musiklupe

Als der Himmel ins Bierzelt fiel

Der langsame Satz aus Mahlers vierter Sinfonie

Der dritte, langsame Satz aus Mahlers Sinfonie ist ein himmlisches Adagio, das plötzlich umkippt in eine lärmende Volksfestszene. Da ist sie dann wieder, Mahlers „Welt“, die jede seiner Sinfonie „umfassen“ sollte: ein Schwamm, das alles aufsaugt, das Erhabene wie das Banale, die Klage, die Ablenkung und den Trost.

Emil Mayer, Bierausschank im Wiener Prater, um 1910 

Epochenspiegel

1889

Mahler dirigiert in Budapest die Uraufführung seiner ersten Sinfonie.

Nach erfolgreichen Konzertreisen nach London in den Jahren reist Dvořák auf Einladung der kaiserlich-russischen Musikgesellschaft Moskau und St. Petersburg.

1892

Dvořák wird in New York auf Einladung einer Mäzenin Direktor des National Conservatory of Music. Während seines US-Aufenthalts komponiert er die Sinfonie „Aus der Neuen Welt“.

1895

Mahler lernt in Hamburg von Carl Wilhelm Zinne das Fahrradfahren, das er fortan leidenschaftlich betreibt.

Dvořák hat Heimweh und kehrt aus den USA nach Prag zurück. 

Siegmund Freud und Josef Breuer veröffentlichen die „Studien über Hysterie“.

1896

Am 3. Juni kommt im Prager Dvořáks „Das Goldene Spinnrad“ im Prager Rudolfinum zur Uraufführung. Dvořák komponiert in diesem Jahr vier Sinfonische Dichtungen, im Jahr darauf eine weitere.

Wilhelm Konrad Röntgen stellt in Würzburg die später nach ihm benannte Strahlung vor.

1897

Gründung der Wiener Secession. Zu den Künstlern der ersten Stunde zählen unter anderem Gustav Klimt, Koloman Moser, Josef Hoffmann, Joseph Maria Olbrich und Adolf Hölzel.

Mahler wird Direktor der Wiener Hofoper. Seine Ideen zu einer zeitgemäßen, der Musik ebenbürtigen Opernregie sorgen für Aufregung.

Wiens berühmtestes Künstlercafé, das Café Griensteidl, wird geschlossen.

Röntgengerät aus dem Jahr 1897

Zitate

„Die Musik der Menschen ist wie eine seltene und liebliche Blume, die inmitten von unkrautwachsendem Unkraut wächst.“

Antonín Dvořák 

„Ein Als-Ob von der ersten bis zur letzten Note“

Theodor W. Adorno über Mahlers vierte Sinfonie

Hüter der lieblichen Blume: Dvořák als Dirigent in den 1890er Jahren. 

Biografien

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Andris Nelsons

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Christiane Karg

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