Berliner Philharmoniker & Emmanuelle Haïm

Georg Friedrich Händel: „II Trionfo del Tempo e del Disinganno“

Einst spielten Orchester Bach wie Bruckner. Erst Fachensembles zeigten auf, dass Noten- und Vortragszeichen im Lauf der Jahrhunderte ihre Bedeutung ziemlich gewandelt haben. So weit, so theoretisch: Praktisch erwartet uns mit Händels „Il Trionfo“ ein prall-sinnliches Oratorium, das nun auch sinnvoll und vergnüglich von einem Gesangsensemble und den Berliner Philharmonikern dargeboten wird. Das Orchester versammelt nicht nur Mitglieder aus der ganzen Welt, sondern ist auch stilistisch längst polyglott geworden – durch spezialisierte Dirigenten wie Emmanuelle Haïm, die bereits seit Jahrzehnten mit den Berlinern die alten Wunderwerke mit neuem Leben füllt.

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Programm

Georg Friedrich Händel
Oratorium „II Trionfo del Tempo e del Disignanno“

Oratorium in zwei Teilen
Musik von Georg Friedrich Händel
Libretto von Benedetto Pamphilj

Veranstaltungsende: 21:00 Uhr

Künstler

Emmanuelle Haïm Dirigentin
Elsa Benoit Bellezza
Franco Fagioli Piacere
Iestyn Davies Disinganno
Anicio Zorzi Giustiniani Tempo

Kooperation und Partnerschaft

Förderpate: Fontana-Stiftung

Für Ihren Pausentalk

Spannende Fakten, mit denen Sie nicht gerechnet haben

Mit Suchtfaktor und weiteren Nebenwirkungen

Wie bewältigte man vor der Erfindung der Psychopharmaka seine Probleme? Mit Kunst. Oper und Oratorium verwandelten Fragen in Figuren wie in einem therapeutischen Psychodrama: Zeit gegen Schönheit, dazu Enttäuschung und Vergnügen. Wie wird man alt, ohne kalt zu werden? Mit Texten, die ebenso knapp wie weise waren, damit der Zauber der Musik wirken kann. Die des erst 22-jährigen Händel ist so schön, dass sie für Momente die Zeit selbst aufhebt.

Barock? Aber natürlich!

Bereits mit elf Jahren leitete Emmanuelle Haïm Choraufführungen und träumte da bereits von großen Orchestern. Der weitere Weg verlief ganz natürlich: Haïm spielte als Cembalistin bei Les Arts Florissants und übernahm immer weitere Zusatzaufgaben. Irgendwann stand sie vor dem Orchester – und galt bald als Koryphäe für Barockmusik.

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