Yannick Nézet-Séguin & Friends

Sommerfestspiele

Wieder einmal können wir den Dirigenten Yannick Nézet-Séguin als Pianisten erleben – gemeinsam mit Solisten „seines“ Met-Orchesters und einem außergewöhnlichen Programm: Gleich zwei der schönsten Kammermusikwerke von Johannes Brahms werden vorgestellt, ein Früh- und ein Spätwerk, beide ebenso leidenschaftlich wie kühn.

Programm

Johannes Brahms
Klavierquintett f-Moll op. 34
Klarinettenquintett h-Moll op. 115

Veranstaltungsende: 19:50 Uhr

Künstler

Romain Guyot Klarinette
Mitglieder des Chamber Orchestra of Europe

Für Ihren Pausentalk

Spannende Fakten, mit denen Sie nicht gerechnet haben

Bekenntnisse eines jungen Mannes

Mit dem herrlichen Klavierquintett, das er mit 31 Jahren beendete, schließt Brahms’ Frühwerk ab. Hier zeigt sich der Komponist als oft verliebter Romantiker, eine Werther Natur, leidenschaftlich, impulsiv, melodiebeseelt in seiner Musik – etwas, was er sich in späteren Jahren nicht mehr so schnell erlauben wird. Dramatisch, dabei voll romantischer Abschweifungen, ist auch Brahms’ Klavierquintett: eine Musik, so recht dazu geeignet, sich als Hörer in den Komponisten zu verlieben.

Alterssünden

Eigentlich wollte Brahms 1890 sein Komponistenwerkzeug beiseitelegen. Nun, mit 57 Jahren, meinte er, genug erreicht zu haben, als Deutschlands berühmtester Komponist neben Wagner, mit dem er eine unabgesprochene Arbeitsteilung pflegte: Wagner schrieb moderne Opern, Brahms klassische Orchester- und Kammermusik. Ausgelöst wurde Brahms’ musikalische Spätblüte durch das Spiel des Meininger Klarinettisten Richard Mühlfeld. Eine letzte Anzahl Meisterwerke entstand – mit dem Klarinettenquintett als dem vielleicht erstaunlichsten Werk. So zugänglich, persönlich, auch dramatisch hatte Brahms zuletzt als junger Mann komponiert.

Zugabe!

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